IINA, IINA+ und HDR Filme auf dem Mac

IINA kann leider keine HDR-Filme abspielen, jedenfalls nicht mit korrekten Farben. Bei IINA passiert ohnehin nicht mehr so ganz viel, was schade ist, denn das ist ein wirklich guter Video-Player für den Mac.

Aber es gibt einen Fork: IINA+. Noch ganz neu, aber schon einiges verbessert z.B. kann IINA+ HDR-Filme abspielen.

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Jetzt sind HDR-Screenshots auf einem SDR-Display natürlich ziemlich Gaga, aber in echt sieht das schon ziemlich cool aus. Immerhin kann man sehen, daß IINA+ die Farben nicht total kaputt macht.

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Der Optimus-Player kann das auch, ist aber leider nur als Intel-Binary und nicht für M1 verfügbar. Geht in Rosetta; die CPU-Last ist auch nicht so dramatisch, aber halt nicht nativ. Außerdem ist Optimus keine freie Software.

MacBook M1 per NVRam schrotten

Ich habe meinen Schreibtisch an einer Fritzdect Schaltsteckdose hängen, damit die Steckernetzteile etc. nicht die ganze Nacht am Strom nuckeln.

Wenn morgens der Strom kommt, gehen die Macs leider immer an und stehen dann im Anmelde-Schirmm. Auch wenn ich den Rechner gar nicht brauche und er eigentlich aus bleiben kann.

Da finden sich dann diverse Tips, wie diese hier OSX Daily.

  1. Open the Terminal, which is found in /Applications/Utilities/, and then enter the following command syntax exactly: sudo nvram AutoBoot=%00
  2. Hit return and authenticate with the admin password (necessary due to sudo)
  3. Exit Terminal when finished

 Bei Intel-Macs mag das funktionieren, aber bei den M1 Macs führt das zu direkter Boot-Verweigerung. Beim nächsten Anschalten gibt es nur noch einen schwarzen Bildschirm mit der Meldung den Apple-Support zu kontaktieren.

Wenn man ganz lange den Einschalter gedrückt hält, bootet der Mac in den abgesicherten Modus. Dort kann man im Termin ein nvram -c absetzen, was die fehlerhafte Konfiguration wieder löscht. Danach bootet er wieder.

Fazit: M1 Macs ignorieren unbekannte Boot-Konfigurationen nicht einfach, sondern stolpern drüber und bleiben dann total verwirrt stehen.

Apple MacBook M1 und Multichannel Audio

Musik am Mac hören ist mit Airplay total simpel, die kann man einfach direkt zum Verstärker schicken. Aber leider kann Airplay nur Stereo und kein Mehrkanal-Ton.

Für Filme ist Mehrkanal-Ton aber halt doch nett. Der Verstärker (Sony STR 1080DN) nimmt Mehrkanal-Ton problemlos über HDMI entgegen. Aber der Mac hat keinen HDMI-Ausgang.

Und selbst wenn, würde da nichts rauskommen, da über Thunderbolt schon der Monitor angeschlossen ist. Und der M1 Mac kann nur einen externen Bildschirm ansprechen. Erst die M1Pro und M1Max können mehrere externe Bildschirme ansteuern.

Alle meine Versuche mit Mehrkanal-Ton über Apple TV zu streamen fehlgeschlagen. Teilweise bekommt man das mit Gebastel und Tools zum Laufen. Aber die Airplay-Geräte haben alle einen Puffer um Netzwerk-Ruckler auszugleichen. Und dieser Puffer führt bei Filmen dazu, das Bild und Ton nicht mehr synchron sind. Ja, der VLC kann das ausgleichen, aber der speichert das nicht und den genauen Zeitversatz habe ich auch nicht rausbekommen. Und der VLC kann kein HDR.

Mac-kompatible USB-Soundkarten mit Mehrkanal-Ton-Ausgang (am besten HDMI) scheint es nicht zu geben. Es gibt einige professionelle Audio-Interaces, die mehrere analoge Line-Ausgänge haben, aber der Verstärker hat keinen Mehrkanal-Line-Eingang.

Am erfolgsversprechendsten waren noch Experimente mit einem HDMI eARC Audio Extractor von Feintech. Im Prinzip funktionierte das, jedenfalls meistens. Manchmal aber halt auch nicht. Das hing irgendwie von der Einschaltreihenfolge der Geräte ab. Ist der Mac schneller aus dem Standby aufgewacht als der Monitor klappt das nicht. War der Verstärker ausgeschaltet, wenn der Rechner bootete, ging gar nichts. Manchmal aber doch. Alles sehr merkwürdig. 

Jetzt läuft dieser Adapter: USB 3.2 Gen1 Typ A auf HDMI™ Dual Monitor 4K 60Hz

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Das ist ein Displaylink-Adapter: eine USB-Grafikkarte, technisch eigentlich totaler Nonsens. Für die Datenmengen, die ein Monitor braucht, ist USB halt nicht gedacht. Aber wenn da kein Monitor, sondern nur ein Verstärker dran hängt, ist das total egal.

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Die Software gibt es nativ für Apple Silicon, am besten direkt von Display-Link die generische und aktuelle Version nehmen.

Stereo, Mehrkanal, kein Lag, … total gut.

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Die CPU-Last ist, wenn nichts passiert, gleich Null. Spielt man Audio ab, liegt die im niedrigen einstelligen Bereich. Der Adapter hängt am USB-Port des Thunderbolt-Hubs und läuft prima.

Der Adapter taucht natürlich als Monitor im System auf; aber am Verstärker hängt gar kein Monitor dran, nur die Lautsprecher. Das stört aber nicht weiters. Man sollte nur kein Fenster hinschieben, das ist kann quasi weg. Aber wenn man den Verstärker ausschaltet, legt sich auch der Adapter schlafen. MacOS interpretiert das als nicht mehr vorhandenen Monitor, und schiebt das Fenster dann wieder auf die anderen noch aktiven Displays.

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Und auf dem nicht vorhandenen Monitor kann man die Auflösung ganz runter drehen, das sollte dann weniger USB-Datenverkehr geben.

Ob das wirklich was bringt, weiß ich nicht; das ist in der CPU-Last am Mac schlecht zu sehen.

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Mit diesem DisplayLink-Adapter kann der M1 dann doch mehrere externe Bildschirme ansteuern:Bildschirmfoto 2022 02 06 um 07 04 21

Thunderbolt Hub für Apple M1 Mac

Der neue Monitor hat einen Thunderbolt-Eingang. Da ich die alte Docking-Station im Kern nur für den DisplayPort-Ausgang benötigt habe, kann die weg. Da die im Kabelkanal unter dem Schreibtisch klemmt, sind die ganzen SD-Card-Ports etc. ohnehin total überflüssig.

Bei diversen Anbietern (OWC, Belkin, …) sind quasi gleichzeitig sehr vergleichbare Geräte aufgetaucht. Vermutlich benutzen die alle den gleichen Chipsatz (Goshen Ridge?). Am billigsten war die Club 3D Version. Die Modellnummer ist CSV-1580.

Thunderbolt 4 Portable 5-in-1 Hub with Smart Power

Ein Thunderbolt Eingang, drei Thunderbolt- und ein USB-Ausgang. Dazu gibt es ein Netzteil zur Stromversorgung, das lädt den Mac gleich mit.

Der Monitor und der Netzwerk-Adapter hängen per Thunderbolt am Hub, sodaß der Mac nur mit einem Kabel angeschlossen ist. Das ist sehr praktisch.

Wenn der Hub noch ein oder zwei USB-Anschlüsste mehr hätte, wäre er perfekt.

Der Anschluss ist total simpel. Man braucht keine Treiber, keine Tools, … einfach dranhängen.

Im Mac Profiler sieht das dann so aus:

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Sicherheit an der falschen Ecke

Plötzlich will mein Rechner nicht mehr drucken.

Des Rätsels Lösung ist ein abgelaufenes Self-Signed-Certificate. OSX steurt den Drucker über IPP an und hat gemerkt, daß der Drucker behauptet, daß er TLS kann. Was auch stimmt. Nur ist leider vorgestern eben jenes Zertifikate abgelaufen.

Alles kein Hexenwerk, aber für die meisten Anwender vermutlich weitgehend unverständlich was denn jetzt wieder los ist.

macOS High Sierra und Energiesparen

Ich benutze ein MacBooPro 2016 welches seit ein paar Tagen auf macOS High Sierra aktualisiert ist. Der Monitor ist über Displayport angeschlossen, direkt mit einem USB-C Kabel am Laptop.

Für den Ton gibt es einen AV-Receiver, der mit einem HDMI-Kabel am USB-C Dock hängt. An diesem hängen nur Lautsprecher und keine Monitore oder ähnliches.

Bei dieser Konfiguration bekommt macOS High Sierra die Verwirrung.

  • Abschalten des Displayport-Gerätes klappt nur manchmal. Meistens verschwindet das Bild, aber die Hintergrundbeleuchtung bleibt an.
  • Schalte ich den Receiver an oder aus (Musik hören und so) sortiert macOS vor Schreck das halbe Betriebssystem neu: Bild, Ton, Netzwerk, … alles für eine Sekunde weg.
  • Will macOS den Displayport-Monitor in den Ruhezustand schicken (weil der Anwender mal fünf Minuten nichts gemacht hat), verschwindet auch die Musik. Vermutlich weil der HDMI-Port auch als Monitor eingestuft wird.

Sehr verwirrend das alles.

Neuer Kartenleser für macOS High Sierra

Hm, ReinerSCT hat den Support für meinen Kartenleser eingestellt: TreiberDownload.

Hinweis: Folgende Leser wurden abgekündigt und werden treiberseitig sowie supporttechnisch nicht mehr unterstützt: cyberJack® basic, cyberJack® pinpad, cyberJack® e-com 2.0, sowie alle Leser mit KB- und LPT-Anschluss. Der cyberJack® e-com 3.0 USB wird weiterhin unterstützt.

Aber die Auswahl eines neuen Gerätes ist gar nicht so einfach: RFID oder nicht ? USB oder Bluetooth ? NPA oder kein NPA ?

Und wieso ist Amazon eigentlich preiswerter als der Hersteller direkt ?

Na probieren wir mal den hier aus: cyberJack® RFID komfort.

Videos mit MPV auf Fedora 25 & MacBook Pro

Auf meinem Fedora 25 mit Intel-Grafik verbraucht der VLC beim Abspielen von Videos zu viel CPU-Zeit (teilweise 80%), da er alles von Hand rechnet. Ich bekomme ihn einfach nicht dazu, die HW-Decodierung zu benutzen. Beim MPV hingegen klappt das auf Anhieb. Die Config-Datei ist total simpel:

cat ~/.config/mpv/config
volume=100
alang=en
slang=en
hwdec=vaapi

Auf meinem Macbook klappt das genauso, der einzige Unterschied ist

hwdec=videotoolbox

Der Link auf den macOS-Download findet sich auf der MPV-Seite: https://laboratory.stolendata.net/~djinn/mpv_osx/

Für Fedora 25 gibt es den MPV bei RPMFusion.

Auf beiden System dekodiert der MPV ein 1080p Video mit 5-7% CPU Zeit. Surround-Sound gibt er dabei als diskrete Kanäle über Pulseaudio/CoreAudio dekodiert aus.